Geld verdienen, sparen, durchstarten

Dein erstes eigenes Geld
Mit dem Start in die Ausbildung landet zum ersten Mal eigenes Geld auf deinem Konto. Das fühlt sich gut an, bringt aber auch Verantwortung mit sich. Wer früh lernt, gut und bedacht mit seiner Ausbildungsvergütung umzugehen, sorgt dafür, dass das Geld nicht schon nach ein paar Tagen weg ist und am Monatsende noch Spielraum bleibt.

Geld verdienen und sparen. Foto: Adobe Stock © Farknot Architect

Überblick behalten: Wohin fließt Dein Geld?
Um gut mit Geld umgehen zu können, solltest Du wissen und nachhalten, wofür du es ausgibst. Zu den festen Ausgaben zählen insbesondere Miete oder Wohnkosten, der Handyvertrag, Tickets für Bus und Bahn sowie Versicherungen. Dazu kommen variable Kosten wie Essen, Freizeit oder Kleidung. Hier kann man leicht den Überblick verlieren und die Beiträge summieren sich. Budget-Apps wie Finanzguru helfen dabei, Einnahmen
und Ausgaben übersichtlich zu erfassen und den Überblick zu behalten.

Sparen ohne Verzicht
Auch mit einem Azubi-Gehalt ist Sparen möglich. Dabei geht es nicht darum, jeden Cent umzudrehen. Schon kleine Rücklagen geben Sicherheit. Empfehlenswert ist es, regelmäßig etwa zehn Prozent des Einkommens zur Seite zu legen. Besonders einfach klappt das mit einem Dauerauftrag auf ein separates Sparkonto. Digitale Spartools wie Revolut Spaces oder N26 Pockets ermöglichen es, für mehrere Sparziele anzulegen, zum Beispiel für einen Urlaub, einen Führerschein oder einen neuen Laptop.

Konto, Versicherungen und wichtige Basics :
Zum Ausbildungsstart solltest Du Dich auch um ein passendes Girokonto kümmern. Viele Banken bieten kostenlose Konten speziell für Auszubildende an, oft inklusive Startguthaben, Bonusprogrammen oder kostenloser Kreditkarte. Zusätzlich können einfache Versicherungen wie eine private Haftpflichtversicherung sinnvoll sein, um im Alltag abgesichert zu sein. Wie auch der Rechtschutz, und abklären, ob man familienversichert ist.

Steuern und staatliche Unterstützung
Gute Nachrichten für Azubis: In der Regel fallen keine oder nur geringe Lohnsteuerabzüge an. Außerdem haben Auszubildende bis zum 25. Lebensjahr Anspruch auf Kindergeld. Wer nicht mehr bei den Eltern wohnt und wenig verdient, kann unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten. Nützliche Informationen und
Rechner findest du zum Beispiel auf: azubi.de/finanzen.

Schon früh an die Zukunft denken
Auch während der Ausbildung kannst Du bereits für später vorsorgen.
Mit kleinen Beträgen ist ein Einstieg ins Investieren möglich, zum Beispiel über einen ETF-Sparplan. Dabei wird regelmäßig in einen breit gestreuten Indexfonds investiert. Schon ab etwa zehn Euro im Monat kannst Du langfristig Vermögen aufbauen. Dabei ist es wichtig sich gut beraten zu lassen.

„Mit dem ersten Gehalt beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Wer sein Geld bewusst plant, statt es spontan auszugeben, hat am Ende mehr davon – und mehr Freiheit. Ein guter Umgang mit Geld ist ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Zukunft.“
Anna-Maria Wiemer
Geschäftsführerin vom Modehaus Johann

verfasst von Anna-Maria Wiemer/ Duale Studentin